FriendSHip-Cup 2014 – wieso eigentlich „Meine Teuerste“?

vera,

Am Sonntagmorgen regnete es Bindfäden in Neustadt – und jetzt auf’s Segelboot? Aufgerafft, und nichts bereut!

Um 09.30 Uhr trafen sich 25 Bootseigner und knapp vierzig neugierige Landratten zum

6. Friendship-Cup

Nach einer kurzen Einweisung durch den Hafenmeister Sven wurden die Hafenmeister Sven teilt die Teams ein - Friendship Cup 2014 NeustadtLandratten den Crews zugeteilt und es ging an Bord. Dieses Mal verschlug es mich, gemeinsam mit Annette, an Bord einer Bavaria 34 mit dem schönen Namen „Meine Teuerste“. Annette brachte einige Segelerfahrung mit, war jedoch seit einigen Jahren nicht mehr aktiv auf dem Wasser unterwegs und nutzte die Möglichkeit des Friendship-Cups, mal wieder an Bord zu kommen.

Ich kann gar nicht segeln…

Meine ersten ‚Erfahrungen‘ auf einem Segelboot habe ich neunjährig auf einem winzigen Optimisten auf dem Steinhuder Meer gemacht – mit keinen allzu guten Erinnerungen. Die Teilnahme am Friendship-Cup letztes Jahr hatte mich jedoch überzeugt, auch bei Windstärke 5-6. Auf die Frage von Eigner Björn, ob ich Segelerfahrung mitbringe, musste ich zögerlich gestehen, dass ich ‚vom anderen Ufer‘ bin, nämlich meine Freizeit bis dato auf einem Motorboot verbrachte. Zögerlich deshalb, weil bei Seglern und Motorbootfahrern dieselben Vorurteile herrschen  wie bei Surfern und Kitern, Radfahrern und Motorradfahrern, Englisch- und Westernreitern: Alle werden in eine Schublade gesteckt, dass die jeweils andere Sportart blöd und die Sportler arrogant seien. Ich kann euch gleich sagen: NICHTS dergleichen konnte ich feststellen und ich hoffe, dass auch ich in keine Schublade passte!

Der Ansatz ist definitiv unterschiedlich – der Motorbootfahrer hat Spaß am Fahren, jedoch verweilt er auch gerne in den Häfen. Beim Segeln ist der Weg das Ziel. Und doch verbindet alle die Liebe zum Wassersport. Es ist egal, wie groß dein Boot ist oder welche Ausstattung es hat – Hauptsache, du kannst raus auf die Ostsee und Freiheit auf See genießen.

Hündin Aika liebt Segeln Friendship Cup 2014

Zurück zum Friendship-Cup: Herzlich wurden wir von Ehefrau Caro und der Münsterländer-Hündin Aika an Bord begrüßt. Auch hier eine kurze Vorstellung des Bootes, und schon haben wir abgelegt. Die kniffeligen Manöver haben natürlich Caro und Björn übernommen. Doch raus aus der ‚Boxengasse‘ hieß es für Annette das Steuer übernehmen und für mich „Großsegel“ aufziehen. Und für Ungeübte ist das allein schon ein gutes Workout! NachherAnnette und Björn bringen uns auf Kurs - Friendship Cup 2014 wurde mir noch scherzhaft vorgeworfen, dass ich zu langsam gewesen sei – das hätte uns bei der Regatta einige Plätze gekostet. Zu meiner Verteidigung: Das Großsegel haben wir vor Regattastart gehisst. Nur wollte mir Björn deutlich hörbar demonstrieren, wie herrlich Bootfahren ohne Motorgeräusche sein kann (ja, es ist herrlich!). Und da der Wind im geschützten Neustädter Hafen sehr mau war, sind wir als vorletzte zur Startlinie gesegelt – alle anderen sind unter Motor dorthin gefahren.

Pünktlich um elf Uhr gingen die Regatten in 14 Baltic Sailing-Häfen auf deutscher und dänischer Seite des Fehmarnbelts an den Start. Unsere Regatta führte Richtung Scharbeutz, bei angenehmen 10 – 12 Knoten Wind und wenig Welle. Den Wind in den Haaren, den Blick über die Bucht schweifend, ein Törn zum Genießen. Zumindest die Seemeilen bis zur Wendemarke… Dann hieß es für mich, das Steuer zu übernehmen. Zugegeben, etwas mulmig war mir schon, ein fremdes Boot zu navigieren. Doch nach ein paar Minuten hatte ich ansatzweise ein Gefühl für das Boot und es machte riesig Spaß. Wobei mir nach dem Einlaufen auch noch mit einem Augenzwinkern gesagt wurde, dass mein Kurs etwas „eierig“ Gleich auf mit der Cikat - Friendship Cup 2014war. Andererseits hatte ich den besten Wind abbekommen und die Höchst-geschwindigkeit dieses Törns von 6,56 Knoten aufgestellt. So schlecht kann es also insgesamt nicht gewesen sein. Als Vorletzte gestartet, haben uns die neuen Segel der Bavaria 34 als Dritte über die Ziellinie kurz vor der Neustädter Hafeneinfahrt getragen. Da die Zeiten nicht gestoppt wurden, haben wir uns zumindest eingebildet, dass wir die schnellsten im Feld waren – trotz meines Eier-Kurses und dem Schnecken-Großsegel-Hissen 😉 Und insgeheim haben wir vier uns mit dem Ehrenpreis „lustigste Crew des Friendship-Cup 2014“ ausgezeichnet. Denn auch beim anschließenden Grillen wurden diese Anekdoten natürlich zum Besten gegeben. Wie es schien, hatten auch alle anderen Crews Spaß und einige Neu-Segler wurden zu weiteren Törns eingeladen oder machten sich schon die ersten Gedanken über den eigenen Segelschein. Der Einzige, der sich wohl ein wenig freut, dass dieser tolle Tag vorüber ist, ist der Hafenmeister Sven, der das Ganze für den Neustädter Hafen organisiert hatte. Aber wie heißt es so schön: Nach dem FSC ist vor dem FSC. Und ich kann jedem empfehlen: Nutzt diese schöne, kostenlose Möglichkeit, die Lübecker Bucht von Seeseite aus kennenzulernen. Nebenbei erfahrt ihr einige Geschichten rund um die Segelei – und auch, ob ihr seefest seid.

Meine Teuerste auf Kurs Scharbeutz - Friendship Cup 2014

Ein kleiner Tipp am Rande: Mehr über unseren Hafenmeister Sven erfahrt ihr am Sonntag, den 27. Juli 2014, in der WDR-Folge „Wunderschön – Lübecker Bucht“. Es lohnt sich, denn Sven ist und bleibt einfach ein Original der Lübecker Bucht, dem ihr hier als ‚Local‘ begegnen könnt und der für jeden Klönschnack an der Hafenkante offen ist.

PS: Viele Fragen zum Segeln wurden mir an diesem Tag beantwortet, nur eine nicht: Da Eigner ihre Booten gerne nach ihren Ehefrauen benennen, humorvolle Namen geben wie „Unsinkbar II“ oder von „Gaby“ auf „Nie wieder Gaby“ umtaufen, blieb die Frage offen, welchen Hintergrund die Namensgebung „Meine Teuerste“ hat. Wir werden es nicht erfahren… 😉

 

vera (7 Posts)

Ich manage die Kampagne "om & action". Von mir lest ihr, wie ihr euch an der Lübecker Bucht bewegen könnt, wer euch bewegt und vor allem was euch bewegen sollte. Und natürlich auch, was mich bewegt...


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